Im Zwischentrakt mit dem "Museums-Shop" und einer kleinen Cafeteria erhalten Sie vielseitige Informationen und Bücher oder Hefte zur Vertiefung des Gesehenens.
Der Neubau birgt im Erdgeschoss u. a. die Abteilungen:
"Handwerk und Gewerbe im alten Butzbach", mit Darstellung verschiedener Handwerke (Weber, Blaufärber, Gerber, Töpfer, Holzhandwerker, Metallhandwerker), zeigt mehrere rekonstruierende Inszenierungen (etwa rund um den Tisch eines frühneuzeitlichen Tuchmachers und Kaufmanns, den hölzernen Stand eines Blaudruckers auf der Frankfurter Messe, den Verkaufsraum des Butzbacher "Klavier-Fabrikanten" Marguth mit Blick in die benachbarte Schreinerwerkstatt), mit Objekten zur Zunft- und Innungsgeschichte.
Die in modernem Ambiente aufwendig erstellte Abteilung "Butzbach im Zeitalter der Industrialisierung" beschäftigt sich mit den Rahmenbedingungen der Industrialisierung, mit der Elektrifizierung der Stadt, Fabrikarbeit und Arbeiterschaft, und mit verschiedenen Firmen in Butzbach, die meist aus heimischen Handwerksbetrieben entstanden sind. Behandelt werden eine Nudelfabrik (Inszenierung auch hier ein Verkaufsstand auf der Messe), eine Fabrik für landwirtschaftlicher Geräte, eine Brauerei (Gambrinus-Brauerei Melchior), die Farbenfabrik, eine Chemische Reinigung, eine Lokomotivfabrik, die Schleifmittelwerke. Auch der größte Betrieb, Teil eines Konzerns, wird mit einem großen Überblicksmodell der umfangreichen Fabrikanlagen vorgestellt (Bamag-Meguin). Größere Inszenierungen behandeln die Themen "Schuhherstellung" (als Schuhmacherwerkstatt und als Fabrik-Herstellungsraum mit Schuhmaschinen und Verkaufsraum) und "Zeitung" (mit Einblick in die Bleisetzerei der "Butzbacher Zeitung"). Eine Wandchronik ist als "Stadtgeschichte im Überblick 1848-1970" zu verstehen.
Weltbekannt ist "Richard Fenchels Miniaturschuhmuseum", das im 1. Obergeschoss die Sammlungen des prominenten Butzbacher Industrieschumachermeister als "Kleine Kulturgeschichte des europäischen Schuhes" vorstellt. Herr Fenchel steht als Hersteller und Besitzer des weltgrößten Miniaturschuhmuseums im "Guinessbuch der Rekorde"! Mehr als 200 Modelle sind in der Butzbacher Museumskollektion zu bewundern, vom Fellschuh des Höhlenmenschen der Steinzeit bis zum Astronautenschuh des ersten Mondbesuchers Armstrong.
Im Neubau befinden sich außerdem zwei Sonderausstellungsräume, in denen über das ganze Jahr verteilt zahlreiche Ausstellungen präsentiert werden.
Museums- und Stadtführungen werden auch in Kombination angeboten.
Dem Museum angeschlossen ist das Stadtarchiv mit sehr umfangreichen Archiv- und Materialsammlungen sowie reichhaltiger Bibliothek (insgesamt z. Zt. etwa 15.000 Bde.). Dazu gehört u. a. das Weidig-Forschungsarchiv mit Spezialbibliothek und umfangreicher Graphiksammlung zur Revolution 1848/49 (Sammlung A. W. Heil). Der Benutzerraum des Stadtarchivs ist wochentags (außer montags) geöffnet.







