28.06.2016

Eichenprozessionsspinner: Befall nun auch im Butzbacher Wald

In den letzten Tagen wurde im Bereich Hausen / Hoch-Weisel am neuen Radweg Raupen des Eichenprozessionsspinners (EPS) beobachtet. Die Nester dieser Raupen wurden bisher nicht lokalisiert, müssen sich aber auch in diesem Waldbereich in der Nähe befinden.

eichenprozessionsspinner
Quelle: Wikipedia

Die Raupen des EPS fressen die jungen Blätter von Eichen, bei einer Massenvermehrung kann es zu Kahlfraß einzelner Eichen kommen.

Mehr als die Schädigung der befallenen Eichen stellen die Raupen aber eine Gefahr für Menschen und Tiere dar. Die Raupenhaare enthalten das Eiweißgift Thaumetopein. Die Haare der Raupen sind leicht zugespitzt und verfügen über Widerhaken, mit denen sie leicht in die menschliche Haut eindringen können.

Die Raupenhaare können zu starken allergischen Reaktionen, sogenannte Raupendermatitis führen. Auch akute Augenreizungen und Reizungen der Atemwege bis zu Atemnot können vorkommen. In Einzelfällen können auch allergische Schockreaktionen auftreten!

Nicht nur die Raupen selbst sollten deshalb nicht angefasst werden, auch die Raupengespinste enthalten Mengen dieser schädlichen Haare. Diese Nester können bis Fußballgröße erreichen. Sie befinden sich an den befallenen Bäumen an Astgabelungen oder am Stamm. Leider sind diese Nester auch nach mehreren Jahren noch schädlich, da die Raupenhaare so lange ihre giftige Eigenschaft behalten.

Die Mitarbeiter von HessenForst und des städtischen Forstbetriebes werden weiter gefährdete Waldbereiche absuchen. Gegebenenfalls müssen befallene Teilbereiche auch gesperrt werden.