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Butzbachs Geschichte kurzgefasst

historisches Stadtbild von Butzbach um 1508.
historisches Stadtbild von Butzbach um 1508 (Zeichnung: Dieter Wolf)

Butzbach, eine Mittelstadt mit rund 25.000 Einwohnern (einschließlich aller 13 Stadtteile) wird gerne auch als Die Perle der Wetterau bezeichnet.

Eine ausgesprochen gute Verkehrslage ist kennzeichnend für die Lage des Butzbacher Raumes von den Anfängen in der Vorgeschichte bis heute. Hier war der Grenzübergang der römischen Straße in die germanischen Gegenden an Weser und Elbe.

Heute queren zwei Autobahnen, mehrere Bundesstraßen und die immer noch bedeutende Main-Weser-Bahn unseren Raum.

historisches Stadtbild von Butzbach um 1508.
Arbeitszimmer eines spätmittelalterlichen Kaufmannes (Nachbildung aus dem Museum)

Butzbach und seine Umgebung waren bereits, bevor die Römer unser Gebiet eroberten (um 100 n. Chr.), eine blühende Landschaft, die in keltischer Zeit von zwei nahen "Burgen" bzw. Zivilsiedlungen (den Ringwallanlagen auf dem Hausberg und dem Brülerberg) geschützt wurden.

Die Römer nahmen um 100/110 n. Chr. die Wetterau in Besitz und bauten die Umgrenzung allmählich immer besser durch den von der Unesco zum Weltkulturerbe erklärten Grenzwall Limes aus. Zur Kontrolle der Grenzregion legten die Römer im Butzbacher Raum ein großes Reiterkastell, das Hunneburg-Kastell, an. Daran schloss sich bereits eine wichtige Zivilsiedlung an (Vicus genannt), deren beachtliche Größe durch den Grenzverkehr über den Limes erklärt wird.

Die Römer verließen um das Jahr 260 n.Chr. die Wetterau und zogen sich ins linksrheinische Gebiet zurück.

Schon bald darauf nahmen Germanen Besitz von der Wetterau.

Der Name des 773 zuerst genannten Dorf „Botinesbach“ oder „Botinesphaden“ bedeutet Am Bache des Bodo oder An den Pfaden des Bodo. Ein sonst nicht bekannter germanischer Anführer (oder adliger Grundherr) scheint die Dorfsiedlung gegründet zu haben oder so bedeutend gewesen zu sein, dass andere die Höfe nach ihm benannten.

Am Taunusrand führte eine wichtige Nord-Süd-Straße vorbei, die durch Butzbach lief, die sog. „Weinstraße“ (d.h. Wagenstraße). Durch eine Zunahme des Fernverkehrs wurde 1321 die Dorfsiedlung Butzbach, bei der bereits auch eine kleine Wasserburg errichtet worden war, von den Herren von Falkenstein zur Stadt ausgebaut (Kaiserliches Privileg, „Stadtrechtserwerb“).

Schon bald war Butzbach eine von Mauern, Türmen und Gräben umgebene, gut befestigte Stadt, deren Hauptwirtschaftserwerb in der Produktion von Wolltuchen und Leinentuch bestand. Über Jahrhunderte konnte alles, was hier produziert wurde, im Frühjahr und Herbst auf den Frankfurter Messen abgesetzt werden. Bis um 1550 etwa war Butzbach eine aufstrebende Tuchmacher- und Handwerkerstadt.

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