25.01.2018

„Auschwitz war nicht alles!“ – Gedenkveranstaltung am 27. Januar 2018

Am 27. Januar 1945 wurde das Konzentrationslager Auschwitz befreit, deshalb wurde vor einigen Jahren auf diesen Tag der Gedenktag der Verfolgten NS eingeführt. Aus diesem Anlass hat die Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer in Zusammenarbeit mit der Stadt Butzbach am Samstag, 27. Januar 2018 um 16.00 Uhr eine Gedenkveranstaltung vorbereitet (Dauer: ca. 120 Minuten).

Unter dem Titel „Auschwitz war nicht alles“ bilden sog. „Lagerlieder“ einen Schwerpunkt der Veranstaltung. Neithard Dahlen von der Lagergemeinschaft moderiert die Veranstaltung, die mit Klezmer-Musik beginnt. Die Veranstaltung wird musikalisch umrahmt von Frau Kristina Hänel.

Bürgermeister Michael Merle, Manfred de Vries von der Jüdischen Gemeinde Bad Nauheim, Museumsleiter Dr. Dieter Wolf und Ingo Weidenbach, werden kurz sprechen, ebenso ausführlicher Neithard Dahlen über die Häftlinge des Frauenkonzentrationslagers Ravensbrück bei Fürstenberg an der Havel, über dessen Geschichte sehr viel zu erfahren sein wird. Besonders wird am Gedenktag an die Schicksale von vier Überlebenden des KZ Ravensbrück erinnert: an den ehem. Standortpfarrer der „zentralen Hinrichtungsstätte“ Königsberg Karl Kunkel, an die Kabarettistin und Schauspielerin Ida Vermehren, an die katholische Widerstandskämpferin Lieselotte Thumser-Weil aus Schwäbisch Gmünd und der gläubigen Zeugin Jehovas Auguste Godglück aus Krofdorf bei Gießen. Lieselotte Thumser-Weil wäre am 10. Nov. 2017 100 Jahre alt geworden. Sie war lange Jahre als Vorstandsmitglied in der Lagergemeinschaft.

Gezeigt werden auch Sequenzen aus zwei Filmen. Im ersten Film wird eine Zeugin Jehovas, die in Ravensbrück befreit wurde, näher vorgestellt. Der zweite Film zeigt Ausschnitte unter anderem aus Interviews mit Lieselotte Thumser-Weil und Ida Vermehren im KZ Ravensbrück. Der Magistrat der Stadt Butzbach und Lagergemeinschaft Auschwitz laden gemeinsam zur Veranstaltung alle Interessierten in das Museum der Stadt, Färbgasse 16, ein. Der Eintritt ist frei.

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