22.06.2018

Ausstellung „Deine Anne“ im Museum Butzbach stieß auf gute Resonanz

Vom 8. Mai bis zum 6. Juni 2018 war die Wanderausstellung „Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte“, initiiert und zusammengestellt vom Anne-Frank-Zentrum Berlin, im Museum der Stadt Butzbach zu sehen.

Fotos und Texte, kombiniert mit moderner Bildschirm- und Tontechnik beleuchteten das kurze Leben eines außergewöhnlichen jungen Mädchens, das dem Rassenwahn der Nationalsozialisten zum Opfer fiel und sinnbildhaft für den Holocaust, für Menschenverachtung und Verfolgung von Minderheiten steht. Geschickt schlägt die Ausstellung den Bogen zu den modernen Ausprägungen von Ausgrenzung, Diskriminierung und Gruppendynamik. Zum Ausstellungskonzept gehört die Idee, „Jugendliche begleiten Jugendliche“, weshalb SchülerInnen der Butzbacher Schulen in einer zweitägigen Schulung darauf vorbereitet wurden, Gleichaltrige (engl. „peer“) für das Thema zu sensibilisieren und Inhalte „jugendgemäß“ zu vermitteln (engl. „guide“). So wurde das Museum für vier Wochen zum außerschulischen Lernort. Mehr als 900 Besucher konnten gezählt werden, darunter über 20 Schülergruppen, die von den sogenannten „Peer guides“ betreut und geführt wurden.

Mit diesem positiven Fazit bedanken sich das Museum und die Stadt Butzbach bei allen mitwirkenden SchülerInnen, die zum Abschluss ein Buchgeschenk und einen Gutschein für das Open-Air-Kino in Empfang nehmen durften.

Ein attraktives Begleitprogramm – in dankenswerter Zusammenarbeit mit dem lokalen Buchhandel und dem Kino – ergänzte die Ausstellung. So bestand die Möglichkeit zum Besuch von Vorträgen, Theaterspiel, Filmbeitrag, und Stadtführungen. Ermöglicht wurde dies alles in Butzbach mit finanziellen Mitteln aus dem Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das sich der Stärkung eines demokratischen Verantwortungsbewusstseins verschrieben hat und in Butzbach viele Initiativen unterstützt und fördert.

Zahlreiche Kommentare – mündlich und auch im Besucherbuch des Museums festgehalten – loben das Projekt und animieren zur Fortsetzung. Fest steht schon jetzt, dass sich die Friedrich-Ludwig-Weidig-Stadt ihrem Ruf verpflichtet fühlt und auch in Zukunft einen Schwerpunkt der Kulturarbeit auf aktuelle soziale Themen in Vorträgen und Ausstellungen legen wird.