31.08.2017

Butzbach und die Reformation

Am Sonntag , 3. September, bietet die Stadt Butzbach  um 15:00 Uhr eine Gästeführung zum Thema “Butzbach und die Reformation” an. Treffpunkt ist der Marktbrunnen. In einem ca. 1,5 stündigen Rundgang führt die Historikerin Monika Gniffke durch die historische Altstadt und zeigt die Schauplätze von Reformation und Gegenreformation.

Nicht erst seit Friedrich Ludwig Weidig wehte ein revolutionärer Geist durch die Stadt. Vor 500 Jahren lieferte – heute würde man ihn vielleicht “Mutbürger”  nennen –  ein Ausgustinermönch  mit seinen 95 Thesen eine Basis zur wissenschaftlichen Diskussion mit seinen Kollegen. Dabei ging es primär um den ausufernden Handel mit Ablassbriefen, Ziel war es jedoch auf die Missstände in Kirche, Gesellschaft und Bildung hinzuweisen, nach Reformen zu suchen.

Wohlhabende Handwerker konnten es sich schon erlauben, ihre Söhne zum Studium nach Erfurt zu schicken. Dort kamen sie relativ früh mit Martin Luther in Kontakt und brachten so den reformatorischen Geist in ihre Heimatstadt Butzbach. Lutherische Predigten und Taufen wurden abgehalten, die Stadt war früh evangelisch. Dennoch gab es Gegenreformation und einen  wieder erstarkten Katholizismus zu spüren, bis die Stadt nach abenteuerlichen Ereignissen und Tumulten, selbst in der Markuskirche, endgültig die neue Konfession erhielt und eine lutherische Stadt wurde.

 

Tickets können in der Tourist-Information am Marktplatz 1 erworben werden.