12.07.2018

Butzbach und die US Army

Am 15. Juli lädt die Stadt Butzbach um 17.00 Uhr wieder zu einem Stadtrundgang „Amerikaner in Butzbach“ mit der versierten Gästeführerin Ulrike von Vormann ein.

Anfangs waren es nicht nur gute Zeiten, die die Butzbacher durch die amerikanische Besatzung erlebten: Haus-Beschlagnahmungen und auch das  erste „Aneinander-Gewöhnen“ war für die vom Krieg und durch die mageren Nachkriegsjahre gebeutelte Bevölkerung nicht einfach. Die Gegenwart von Panzern und Kriegsgerät ließ manchen Butzbacher die Tage der Bombenangriffe wieder  gegenwärtig werden.  Die Butzbacher Nachkriegsgeneration wuchs hier mit den „Amis“ auf, die zum Straßenbild gehörten, egal ob weiß oder farbig.  Man freute sich über Chewing-Gums und Hershey-Schokolade, die die GI`s großzügig verteilten.

Themenführung mit Ulrike von Vormann

Erst als Gemeinsamkeiten wie Gastronomie, Musik, und auch der florierende Schwarzmarkt die Amerikaner in einem positiveren Bild erscheinen ließen und die US-Siedlung entstand, sodass auch die besetzten Häuser freigegeben wurden, kam man sich näher und manche deutsch-amerikanische Freundschaft oder gar Ehe entstand im Laufe der Jahre.

Mit vielen Anekdoten aus diesen Jahren wird auf dem Stadtrundgang mit Ulrike von Vormann manche Erinnerung an die turbulenten Jahre mit den „Jungs in Grün“ wieder  wach. Aber auch für Neu-Butzbacher ist die Führung sicher eine interessante Erfahrung, die das damalige Leben in dieser Kleinstadt näher bringt. Treffpunkt für den Rundgang ist am Marktbrunnen, die Tickets können in der Tourist-Information am Marktplatz erworben werden.

Membership-Card des William Lynch für die Offiziersmesse von 1965, die ihn berechtigte sich dort  aufzuhalten.

     William Lynch vor dem Offiziershaus, in dem er  wohnte (das Haus gibt es heute nicht mehr).     Lynch pflegt heute noch Kontakt zu Butzbach und war u.a. auf der Funkstation auf dem Hausberg eingesetzt.

 

Die amerikanische Schule im Degerfeld im Jahre 1961