19.10.2017

Eine jüdische Zeitreise mit Dany Bober

Am Sonntag, dem 5. November 2017, steht das Museum der Stadt Butzbach wieder im Zeichen der Musikalischen Sonntag-Morgen-Matinee. Um 11:00 Uhr lässt Dany Bober mit seinen Liedern, Berichten und jüdischen Weisheiten die Vielfalt der jüdischen Kultur lebendig werden. Zwischen den Liedern erzählt er die Geschichte, die den Rahmen zu seinen Liedern bildet.

Sein Programm umfasst einen Zeitraum von fast 3000 Jahren. Es reicht von Neuvertonungen der Psalmen aus der Zeit der Könige David und Salomon, dem babylonischen Exil, Zeit der Makkabäer bis zum spanischen Mittelalter. Nach einer Pause führt die Zeitreise zum deutschen Judentum und den jiddischen Volksweisen Osteuropas. Prosa und Gedichte aus der Zeit des „Frankfurter Vormärzes“ Anfang des 19ten Jahrhundert runden das Feature (eine beliebte Form der Kleinkunst: Im Mittelpunkt eines Theaterstückes steht nicht die Handlung, sondern ein Thema, das mit den unterschiedlichsten Stilelementen wie Lied, Bericht, Gedicht, Plauderei und Mundart abgehandelt wird) liebevoll-ironisch ab.

Bobers Eltern konnten in der Nazi-Zeit nach Palästina fliehen, wo er kurz nach der Staatsgründung 1948 in Israel geboren wurde. 1956 kehrten seine Eltern mit ihm in die Geburtsstadt seines Vaters nach Frankfurt am Main zurück. Seit 1976 lebt Dany Bober in Wiesbaden.

Auf die Besucher wartetet eine Matinee, „die zeigt, dass Unterhaltung durchaus was mit Haltung zu tun hat. Und dass es möglich ist, ein ernsthaftes Thema ohne die durchkonstruierte Handlung eines Theaterstückes publikumswirksam auf die Bühne zu bringen.” (Frankfurter Rundschau). Die Veranstaltung wird finanziell gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, der Eintritt ist frei.