05.05.2017

Gästeführung zur jüdischen Geschichte in Pohl-Göns

Am Sonntag, dem 14. Mai lädt die Stadt Butzbach zu einer besonderen Führung mit dem Ebersgönser Heimatforscher Werner Reusch nach Pohl-Göns ein. Er wird  die Geschichte der Juden in Pohl-Göns und hier besonders die Zeit von 1900 bis 1942 etwas näher vorstellen. Treffpunkt ist um 10.00 Uhr am Alten Rathaus, Ecke Rechtenbacher/Gönser Straße.

Die Aufnahme von 1956 zeigt die Westseite der 1926 gebauten Synagoge in Pohl-Göns, Gießener Straße.

Die Gründung der israelitischen Religionsgemeinde Pohl-Göns erfolgte 1866, und der Bau einer Synagoge, die heute noch in ihrer Grundform erhalten ist, 1926. Der jüdische Friedhof an der Straße nach Niederkleen ist 1889 angelegt worden. In Pohl-Göns lebten 1830 in neun, und um 1905 in zehn Häusern, 48 Mitbürger jüdischen Glaubens.

Bei der Führung durch die Straßen von Pohl-Göns wird Werner Reusch  den Besuchern  einen Einblick  vermitteln, wo und wer die jüdischen Mitbürger und Mitbürgerinnen in Pohl-Göns waren. Wie sie mit den anderen Einwohnern gelebt haben und, soweit es verfolgt werden konnte, ihr Schicksal geendet hat. Erinnert wird unter anderem auch an die  Pohl-Gönser Familie Edmund Simon, die einst in Butzbach, Marktplatz 5 ein Kleidergeschäft hatte.

Die Synagoge, der jüdischer Friedhof und die Stolpersteine

Höhepunkt ist zum Ende der Führung die Besichtigung der Synagoge in der Gießener Straße. Werner Reusch wird ausführlich schildern, warum das Gebäude 1938 in der Reichspogromnacht nicht angezündet worden ist. Er zeigt  Kopien des Bauplanes der Synagoge, hat entsprechende Lagepläne dazu und Bilder von ehemaligen jüdischen Familien in Pohl-Göns. Tickets für die Führung sind in der Tourist- Information, Marktplatz 1 in Butzbach erhältlich, oder vor Ort beim Gästeführer.