15.09.2017

Heimatkreis Tepl-Petschau feierte 25 jähriges Bestehen

Am vorletzten Wochenende feierte der  Heimatkreis Tepl-Petschau anlässlich des Bundestreffens in Bad Vilbel sein 25-jähriges Bestehen. Zum Festabend waren nicht nur langjährige Mitglieder und Freunde gekommen, auch aus der Patenstadt Butzbach waren Gäste angereist, in vorderster Reihe der Butzbacher Bürgermeister Michael Merle, der Geschäftsführer des Vereinsrings Hans Möller sowie der Vorsitzende Robert Werner und die Vorsitzende des Städtepartnerschaftsvereins Christine Borchers-Fanslau.

Den weitesten Weg hatten Freunde aus dem tschechischen Teplá.  Eine 6-köpfige Delegation unter der Leitung des Vize –Bürgermeisters Martin Klepal war eigens angereist und hatte eine kleine Ausstellung im Gepäck. Sie resümierte die Öffnung der Stadt Teplá nach Westen seit dem Jahr 2006. Gezeigt wurden Bilder der Treffen mit der Partnerstadt Konnersreuth sowie auch mit Butzbach. Ludvik Polacek, der bereits im letzten Jahr eine umfassende Ausstellung in Butzbach präsentierte, war auch dieses Mal der Autor.

Der Bad Vilbeler Bürgermeister Dr. Thomas Stöhr gratulierte dem Heimatkreis Tepl-Petschau zum Jubiläum und bekräftigte die Treue zum Heimatkreis in dem er darauf verwies, dass im neuen Bad Vilbeler Rathaus sogar das Sitzungszimmer des Magistrates „Tepl/ Petschau“ genannt werde. Der Verlust der Heimat sei auch viele Jahre nach dem Krieg nicht vergessen. Besonders hob er die Aufgabe des Patenschaftsvereins  gegen das Vergessen und  das Vergessen werden, hervor. Auch im Hinblick auf ein zusammenwachsendes Europa sei die Geschichtsbewältigung  bedeutsam.

Bürgermeister Michael  Merle gratulierte  und bekräftigte die nun schon über 60 Jahre währende Patenschaft der Stadt Butzbach über die Vertriebenen.  Mit der Patenschaft wollte man den Menschen eine Perspektive  und natürlich auch eine Heimat geben. Zu seinen Verpflichtungen für den Heimatkreis stehe Butzbach und gerade mit Blick auf die letzten Jahre, habe ihm selbst diese Patenschaft und auch die neu erstandenen Verbindungen nach Teplá sehr viel Freude gemacht. Besonders stellte Merle den Mut der Bürgermeister von Teplá – zunächst Jana Cizkova, nun Karel Hermann- heraus. Beide hätten die Weichen für Offenheit gestellt, besonders auch in Teplá selbst. Er höre seinen Kollegen gern zu, denn die Richtung stimme. Man glaube an ein gemeinsames und friedliches Europa, und er wünschte, dass die vernünftigen Kräfte Europa weitergestalten. Er erinnerte daran, dass die EU für ihren Einsatz für Frieden, Versöhnung, Demokratie und Menschenrechte mit dem  Friedensnobelpreis  ausgezeichnet worden sei und hob weiterführend  berührende Begegnungen  in Butzbach mit den tschechischen Freunden hervor. Erfreut zeigte er sich, dass im Mai das Ehepaar  Inge und Horst Mauder mit dem Ehrenbrief der Stadt Teplá ausgezeichnet worden sei.

Die Vorsitzenden des Heimatkreises Tepl-Petschau, Hildrun Barthlme, stellte heraus, dass ihr besonders an der wahrheitsgemäßen Aufarbeitung der Geschichte gelegen sei.  Zuverlässig und mit viel Herzblut war das Bundestreffen wieder von Hildrun Barthlme organisiert worden.

V.l.n.r.: Ludvik Polacek /Teplá, Hans Möller, Karla Kunesova/ Teplá, Robert Werner, Hildrun Barthlme, Martin Klepal stellvertretender Bürgermeister aus Teplá, Ehepaar Stöber, David Scheinherr / Teplá, Inge Mauder und Vera Mikova/ Teplá.