441 Einwohner (Stand 31.12.09). Das kleine Dorf liegt idyllisch inmitten der ausgedehnten Taunuswälder.
Über die Geschichte des kleinen Dorfes, das vermutlich im 11. Oder 12. Jahrhundert entstanden ist, ist nur wenig bekannt. Die Gegend gehörte im 13. Jahrhundert zur Herrschaft der Münzenberger, seit dem späten 13. Jahrhundert zum Falkensteiner, später zum Eppsteiner Herrschaftsbereich, außerdem zum Gebiet der umgangreichen Hochweiseler Mark. Seit 1609 gehörte auch Maibach zur Landgrafschaft Hessen-Butzbach und seit 1643 zu den Erben und Rechtsnachfolgern des Butzbacher Landgrafen.
Die heutige Maibacher Kirche wurde 1764-1766 erbaut und 1849 sowie 1968-1970 gründlichen Renovierungen unterzogen.
Im 19. Jahrhundert litt auch Maibach wie viele andere benachbarte Taunusdörfchen auch (Espa, Bodenrod, Weiperfelden, Cleeberg, Hochweisel oder Münster) unter größter Not. Ackerland war äußerst knapp und ernährte nicht alle. So gingen die Bewohner als Schnitter, Rübenernter und Drescher in die Wetterau. In den Wintermonaten verfertigten sie Besen, Weidenkörbe, Stöcke, Schmuckkästen und "Fliegenwedel". Sobald im Frühling die mageren Äckerchen bestellt waren, zogen die Männer los, um in den Städten ihre Erzeugnisse zu verkaufen. Dabei wurde musiziert (v.a. mit der Drehleier). Mit den mitgenommenen Mädchen und Knaben, die die Instrumente tragen und singen mußten, verkauften sich die Armutserzeugnisse besser. Die Leute aus dem Hintertaunus zogen durch ganz Europa, ihre älteren Töchter sangen in Paris und Petersburg oberhessische Lieder. Die Maibacher zogen nach Frankreich, nach Holland, England, Norwegen, Schweden und bis nach Rußland. Die Mädchen wurden in Amerika Hurdy-Gurdy-Girls genannt, wo sie oftmals auch in Tanzhäusern und in Saloons als Animier- und Tanzmädchen arbeiten mussten. Vor allem lockte schon bald der goldene Westen und die Goldadern Kaliforniens (von ihnen 'Kalfrun' genannt) oder etwa auch Britisch-Kolumbiens. So wurde auch dieses Dorf zeitweise entvölkert. Es hieß: "Wär näit drauss woar, där hoat naut". Ein Teil der Einwohner wanderte aus Not aus.
Im Juli findet jährlich die "Kerb" (Kirchweih) statt, die von der Freiwilligen Feuerwehr ausgerichtet wird.
1959 schuf die Gemeinde ein kleines Freibad, in diesen Jahren entstand auch bereits das Dorfgemeinschaftshaus.
Durch Maibach führt der sogen. "Ardennenweg" vom Böhmerwald zum Atlantik. Eine Attraktion bildet die Felsgruppe "Maibacher Schweiz". Nach ihr benannt wurde ein seit Jahrzehnten bestehender, über die Dorfgrenzen weit hinaus bekannter Gastronomiebetrieb. Sportler aus der Umgebung kommen gerne zum Maibacher Triathlon.
Maibach wurde 1972 aufgrund der gebietlichen Neuordnung des Landes Hessen in die Stadt Butzbach eingegliedert. Seitdem ist Maibach ein Stadtteil von Butzbach. (Dr. Dieter Wolf)
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