14.09.2018

Umfangreiche Investitionen in die Butzbacher Feuerwehren gehen weiter

Anlässlich der offiziellen Indienstnahme der neuen Drehleiter der Feuerwehr Butzbach im Rahmen der Eröffnung des Altstadtfestes zieht der Magistrat ein Zwischenfazit über den Stand der Beschaffungen und Investitionen für die Feuerwehren der Stadt Butzbach.

Im Zeitraum der letzten acht Jahre sind für Feuerwehrfahrzeuge in der Kernstadt und den Stadtteilen insgesamt rund 2 Millionen Euro ausgegeben worden. Als teuerste Investition in diesem Bereich war die Drehleiter zu schultern. Die Neubeschaffung war dringend notwendig und kostete rund 570.000 Euro.

Für den Zeitraum 2018 bis 2020 steht auf der Grundlage des Bedarfs- und Entwicklungsplanes die Beschaffung von sieben weiteren Fahrzeugen an. Hinzu kommt ein weiterer Kommandowagen, der als Gebrauchtwagen von der Landesfeuerwehrschule erworben wurde und zusätzlich für die Einsatzleitungen der Butzbacher Feuerwehr zur Verfügung stehen soll. Für diese acht Fahrzeuge ist mit einem finanziellen Aufwand von weiteren rund 1,2 Millionen Euro rechnen. Zu diesen Fahrzeugen gehören die wasserführenden Fahrzeuge für die Stadtteile Ostheim, Fauerbach, Hausen und Ebersgöns. Für den Stadtteil Griedel wird ein Löschfahrzeug 10/6 im Wert von voraussichtlich 230.000 Euro beschafft. Für die Kernstadt ebenfalls ein Tragkraftspritzenfahrzeug-Wasser sowie ein Rüstwagen-Gefahrgut, das mit geschätzten Kosten von 500.000 Euro zu Buche schlagen wird.  In der Summe werden dann im Jahr 2020 rund 3 Millionen Euro (ohne Abzug von Fördermitteln) in die Fahrzeugausstattung der Butzbacher Feuerwehren investiert worden sein.

Im Bereich der Feuerwehrgebäude wurde in den zurückliegenden Jahren unter anderem in den Stadtteilen Maibach, Bodenrod und Münster ca. 1 Million Euro investiert. Hinzukommen weitere rund 320.000 Euro, um Mängel an und in den Feuerwehrgebäuden zu beheben. Hier geht es vorrangig darum, die gesetzlich vorgeschriebenen Unfallverhütungsmaßnahmen für die Einsatzkräfte zu erfüllen. Neben der Erneuerung von Toranlagen wurden in den Gerätehäusern Abgas-Absauganlagen im Wert von rund 90.000 Euro eingebaut. Am Stützpunkt Butzbach wurde darüber hinaus für 62.000 Euro eine neue Schlauchpflegeanlage eingebaut. Für die neuen Tore der Fahrzeughallen im größten Feuerwehrgebäude der Stadt wurden 86.000 Euro investiert.

Bereits im Haushalt der Vorjahre veranschlagt sind die Mittel für den Neubau des Gerätehauses Stützpunkt Nord für die Feuerwehr Kirch-Göns.  Hier sollen 1,2 Millionen Euro investiert werden. Im Haushaltsplan der Stadt Butzbach für das Jahr 2018, der noch von der Kommunalaufsicht zu genehmigen ist, stehen für weitere Investitionen in die Feuerwehrgebäude in Griedel, Ebersgöns, Kernstadt (Verpflichtungsermächtigung) und Pohl-Göns weitere 2,2 Millionen Euro zur Verfügung.

Hinzukommen für den Zeitraum der letzten Jahre noch eine Vielzahl weiterer Beschaffungen zur technischen Ausstattung der Feuerwehren in Höhe von rund 590.000 Euro. Der größte Posten ist hierbei die Neubeschaffung von 330 digitalen Alarmmeldeempfängern für die Einsatzkräfte der Butzbacher Wehren in Höhe von 170.000 Euro. Weiterhin zu nennen sind dringend erforderliche Ausrüstungsgegenstände wie z.B. Chemikalienschutzanzüge, Rettungsscheren, Schläuche, Wärmebildkameras sowie zusätzliche finanzielle Mittel, um den Einsatzkräften den Erwerb von unabdingbar notwendigen Führerscheinen zu ermöglichen.

In der Presseveröffentlichung der Stadt weist Bürgermeister Michael Merle darauf hin, dass die Sicherstellung des Brandschutzes in der Stadt eine Pflichtaufgabe der Kommune ist. „Wie auch in den zurückliegenden Jahren, so Merle abschließend, wird auch in der Zukunft erheblich hierfür zu investieren sein. Die weiteren Weichenstellungen hierfür sind bereits im Haushaltsplan 2018 und den Vorjahren getroffen worden.“