28.04.2017

Leckeres Essen bei der internationalen Küche im Treffpunkt Degerfeld

Frauen höhlen Paprika aus, die später mit Reis gefüllt werden, braten Teigbällchen in Fett und schneiden Salat klein. Über allem liegt der Duft von frischen Kräutern, Gewürzen und Gekochtem. Die Fenster  der Küche im Quartierszentrum Treffpunkt Degerfeld  stehen bei Sonnenschein offen und es weht kühle Aprilluft herein.

Geschäftig und Hand in Hand schnibbelten und bruzzelten  Frauen in der vergangenen Woche in der Küche im Quartierszentrum Treffpunkt Degerfeld.  Anlass für die Vorbereitungen war die zweite  internationale Küche, ein Angebot der Gemeinwesenarbeit im Degerfeld, die wieder in den Räumlichkeiten der John F. Kennedy Straße 63 stattfand.

Ab mittags waren die Teilnehmer  im Haus mit den Vorbereitungen beschäftigt. Diesmal stammten sie aus Ländern wie der Türkei, Äthiopien und Syrien. Alle Teilnehmer  zauberten wieder ein großes Buffet für die Nachbarschaft  im Degerfeld.  Eine interessierte Stadtteilbewohnerin stieß nachmittags dazu und schaute den Frauen über die Schulter. „Wie wird das gemacht? Wie heißt das? Welche Gewürze kommen dort rein?“ erkundigte  sich die Nachbarin bei den Frauen, die mit großer Geschicklichkeit kleine Teigbällchen in kochend heißen Fett einsinken ließen. Sie erfuhr, dass es sich hier um das äthiopische Gericht namens Nagiya handelte und  ebenfalls wie die türkischen Dolma- gefüllte Paprika mit Reis und Gewürzen gemacht werden.

Im großen Gruppenraum wurden derweil von anderen Teilnehmern  Tische und Stühle gerückt, Geschirr bereitgestellt und eine lange Tafel mit dem Buffet gefüllt. Passend um 17:00 Uhr war alles fertig und die ersten Hungrigen zog es in den großen Gruppenraum des Treffpunkt Degerfeld. Zahlreiche  Menschen aus dem Stadtteil probierten begeistert das Essen und lobten die Leckereien, welche die Gruppe für die Nachbarschaft den ganzen Nachmittag über vorbereitet hatte.

Die Idee zur „Internationalen Küche“ wurde von den Mitarbeiterinnen der Gemeinwesenarbeit entwickelt.  Gestaltet und getragen wird sie von den örtlichen Bewohnern, die sich in multikulturellen Gruppen zusammenfinden und gemeinsam leckeres Essen kochen, das dann zusammen  mit vielen Besuchern  gegessen wird. Die Internationale Küche fand  im April bereits zum zweiten Mal statt.

Die Gemeinwesenarbeit wird gefördert aus Mitteln des hessischen Ministeriums für Soziales und Integration.