02.10.2018

Stadtverwaltung und HessenForst arbeiten Hand in Hand mit Eulenhaus

(pid.) Eulenhaus, Stadt Butzbach und HessenForst arbeiten eng zusammen, wenn es um die Verkehrssicherung der vom Eulenhaus genutzten Flächen des städtischen Waldes im Stadtteil Hausen-Oes geht. Dieses Jahr waren ganz besondere Baumpfleger zu Gange. Nur mit Seilen und Muskelkraft bewegten sich die Baumkletterer in rund 25 Meter Höhe um mehrere armdicke abgestorbene Äste zu entfernen. Die „Baumpiraten“ Ines und Michael Hasenzahl aus Bad Nauheim hatten den Auftrag, unweit des Eulenhauses das Totholz aus drei stattlichen Roteichen zu entnehmen. In enger Absprache hatten sich Stadt Butzbach, HessenForst und Eulenhaus auf diesen „sanften Eingriff“ geeinigt. In vergleichbaren Situationen werden solche Bäume meist gefällt. Das geht vor allem schneller und bedarf weniger Planung. Da diese drei Eichen jedoch auf der Hauptaufenthaltsfläche des Eulenhauses stehen, bat der Leiter des Eulenhaus e.V., Christian Friedrich, darum, hier auf das Fällen zu verzichten. Aus Sicht der HessenForst Mitarbeiterin Bhavana Kaiser und der zuständigen städtischen Mitarbeiterin Frau Morkel kamen neben dem ästhetischen Wert auch wirtschaftliche Erwägungen hinzu. Schließlich erreichen diese Bäume ihren größten Wert erst in einigen Jahrzehnten. Letztlich lag die Entscheidung bei der Stadt Butzbach, die trotz der höheren Kosten für die Maßnahme stimmte. Sehr zur Freude der „Kleinen Wölfe“, die die Arbeiten der Baumkletterer mit Spannung verfolgten und auch in Zukunft unter den Eichen spielen werden.

Totholz gehört zu den waldüblichen Gefahren, die man in Kauf nimmt, wenn man den Wald auf eigene Faust betritt, so Frau Kaiser vom zuständigen Forstamt Weilrod. „Anders ist es, wenn hier ein Waldkindergarten Spielflächen hat und regelmäßig Schulgruppen und Kindergärten dieses Waldstück besuchen, so wie es am Eulenhaus der Fall ist. Dann kann Totholz zu einem echten Risiko werden, das man besser frühzeitig aus dem Weg räumen sollte.“ Gerade die regelmäßig genutzten Flächen verleiten dazu, den Besuchern ein Sicherheitsgefühl zu suggerieren, das unter Umständen nicht angemessen ist, so Friedrich vom Eulenhaus. Insgesamt sind es über 2 ha Waldfläche, die die Stadt dem Eulenhaus zur Verfügung stellt.

Das Bild zeigt die „kleinen Wölfe“ und die Baumpiratin Ines Hasenzahl im Wald im Stadtteil Hausen-Oes