05.10.2017

Innenentwicklung in Hoch-Weisel: Maßnahmen vorgestellt

Über ein Jahr lang hat sich Hoch-Weisel im Rahmen des Vorhabens DORF UND DU mit Fragen der Innenentwicklung beschäftigt. Auf der 4. Bürgerwerkstatt wurden den Anwesenden nun verschiedenste Maßnahmen vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Hoch-Weisel ist eines von sechs Modelldörfern (neben Fauerbach, Gelnhaar, Selters mit Konradsdorf, Ulfa und Ober-Schmitten), das sich im Forschungsvorhaben DORF UND DU intensiv mit der Notwendigkeit der Innenentwicklung beschäftigt hat. Denn nur Dörfer, die auch in der Ortslage und insbesondere im Ortskern attraktiv und lebendig sind, sind gut für die Zukunft aufgestellt. Die Entwicklung innerhalb der Ortslage muss aktiv gestaltet werden.

Und hier hat Hoch-Weisel viele Möglichkeiten, wie bei der abschließenden Vorstellung des Maßnahmenkatalogs zur Ortsinnenentwicklung in der Hausberghalle sichtbar wurde. Dr. Andrea Soboth, Institut für Regionalmanagement, wies darauf hin, dass Hoch-Weisel viele Innenentwicklungspotenziale besitzt, die von Leerständen, Baulücken, Entwicklungsflächen in der Ortslage bis hin zu vielen untergenutzten Neben- und Ökonomiegebäuden (Scheunenkranz) reichen. Kerstin Quaiser, Projektsteuerung DORF UND DU, führte anschließend aus, dass gerade Baulücken und geringfügig bebaute Grundstücke interessant seien, da sie schnell für eine Bebauung genutzt werden könnten – schließlich sei hier die Erschließung ja bereits geregelt.

Wieviel Potenzial zur Innenentwicklung auch im Scheunenkranz liegt, zeigte Architekt Rainer Tropp mit vielen guten Beispielen aus anderen Dörfern auf. Wenn Scheunen gut belichtet werden können, lassen sich in dieser alten Bausubstanz auch moderne Wohnraumkonzepte realisieren. Wichtig dabei ist jedoch, dass Eigentümer bei der Entwicklung ihrer Scheune unterstützt werden. „Notwendig ist hier sowohl die Beratung als auch die Förderung, wenn wir den Gebäudebestand weiter entwickeln wollen“, so Rainer Tropp. Angebotsplanungen seitens der Kommune seien daher hilfreich.

Nach Vorstellung und Diskussion der Maßnahmen betonten Sigrun Schneider und Fritz Geretschläger vom Ortsbeirat Hoch-Weisel, dass bei der Umsetzung des Maßnahmenkataloges auf die Unterstützung des Ortsbeirats seitens der Kommune gezählt werden kann. Bevor Sigrun Schneider den Abend beschloss und den Anwesenden für ihre Mitwirkung dankte, wurde noch auf eine öffentliche Veranstaltung am 2.11.2017 um 19 Uhr in Nidda hingewiesen. Hier werden u.a. Zwischenergebnisse aus dem Vorhaben DORF UND DU der Öffentlichkeit vorgestellt. Alle sind herzlich eingeladen.