11.03.2019

Gefahr im Wald nach Sturmtief Eberhard

Nach dem gestrigen Sturm Eberhard und den weiteren durch den Wetterdienst angesagten Windbewegungen in den nächsten Tagen besteht in den Wäldern eine hohe Unfallgefahr.

Verschärft wird die Situation noch durch die Nassschneefälle, die auch zumindest in den höheren Lagen in den nächsten Tagen anhalten werden. Der Nassschnee kann dazu führen, das Äste, Kronenteile oder ganze Bäume, die sich durch den Sturm gelockert haben oder angebrochen sind, sich plötzlich lösen und zu Boden fallen. Hierzu können schon kleine Windböen ausreichen !

In nahezu allen Waldgebieten des Forstamtsbereiches Weilrod wurden geworfene Einzelbäume und Gassenwürfe festgestellt. Insbesondere in den Waldbeständen, die schon durch den Sturm Friederike im Januar 2018 und den folgenden Borkenkäferkalamitäten geschädigt wurden, kam es zu Windwürfen.

Zunächst müssen nun Straßen und die Waldwege wieder freigeräumt werden, damit dann die Aufarbeitung und das Aufräumen der Waldabteilungen fortgesetzt werden kann.
Obwohl alle Forstspezialmaschinen und die Forstwirte der Kommunen und von Hessen-Forst im Einsatz sind, wird es noch einige Zeit dauern, bis alle Waldbestände wieder gefahrlos betreten werden können.

Aus diesen Gründen bittet HessenForst Forstamt Weilrod die Waldbesucher, sich lediglich in den bereits freigeräumten Waldbereichen zu bewegen. Insbesondere in den Waldbeständen abseits der Wege kann die Verkehrssicherheit nicht gewährleistet werden!

Auch die Wald- und Naturkindergärten im Forstamtsbereich können ihre Spielbereiche im Wald erst wieder nach Rücksprache mit dem örtlichen Förster aufsuchen !

HessenForst bittet alle Waldbesitzer und -besucher auch für die nächsten Wochen und Monate um Verständnis für ggf. gesperrte, verschmutzte und mit Holzpoltern besäumte Waldwege.

Wie bereits bei vorherigen Kalamitätsereignissen müssen die Wege auch bei ungünstiger Witterung zum Holztransport genutzt werden, damit das aufgearbeitete Holz zügig aus dem Wald in die Sägewerke kommt.

Nur so können die Folgeschäden durch den Borkenkäfer in den Waldbeständen möglichst gering bleiben !