23.01.2019

Von Frankfurt nach Theresienstadt: Edith Erbrich erzählt

Edith Erbrich wurde als Achtjährige nach Theresienstadt deportirt. Sie wurde 1937 in Frankfurt am Main als Edith Bär geboren. Susanna, ihre katholische Mutter, wurde in Beugehaft genommen und sollte sich von ihrem jüdischen Mann scheiden lassen. Sie weigerte sich. Den Töchtern wurde das »J« in den Kinderausweis gestempelt und sie durften nicht zur Schule gehen.

Am 14. Februar 1945 wurden Norbert Bär und seine Töchter Edith und Hella (geb. 1933) ins Lager Theresienstadt deportiert, das »Wartezimmer des Todes«. Längst war geplant, sie am 9. Mai 1945 weiter in deas Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu transportieren. Jedoch schon am 27. Januar – also schon zweieinhalb Wochen vor der Verhaftung der Familie Bär – war das größte deutsche Konzentrations- und Vernichtungs-lager jedoch schon von der Roten Armee befreit worden.

Seit 2001 berichtet Edith Erbrich in Schulen und öffentlichen Veranstaltungen über ihr Leben und Überleben. Mit dem Journalisten Peter Holle hat sie lange Gespräche geführt und ihr Erinnerungsbuch »Ich hab‘ das Lachen nicht verlernt« veröffentlicht.
Eine gemeinsame Veranstaltung der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer und der Stadt Butzbach.

Sonntag, 27. Januar 2019, 19 Uhr
Butzbach, Museum der Stadt, Färbgasse 16

Der Eintritt ist frei.